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Mit ernsten Tönen und einem unterhaltsamen Programm sind in der Oberschule am Goldbach in Langwedel am Freitagmorgen die Zehntklässler sowie acht Schüler aus neunten Klassen verabschiedet worden.

Eigentlich ist es üblich, dass ein Schulleiter den Jugendlichen bei der Entlassungsfeier eines Jahrgangs noch einige weise Worte mit auf den weiteren Lebensweg gibt. Doch am Freitagmorgen in der Oberschule am Goldbach in Langwedel verzichtete Rolf Bartels darauf – drehte den Spieß lieber einmal um und gab einigen Schülern das Wort, kluge Ratschläge an die Anwesenden zu richten. „Wir sollten alle beginnen, die Umwelt zu retten“, gab eine Schülerin die Marschrichtung vor. Wie das gehen kann, wurde anhand einiger Beispiele wie „Wassersparen“, „keine Lebensmittel wegwerfen“ oder „regionale Produkte einkaufen“ genannt. 

Und so stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Veränderung, nämlich nicht nur der, dass für die verabschiedeten Schüler ein neuer Lebensabschnitt beginnt, sondern eben auch, dass es Veränderungen auf der Welt braucht, damit diese auch zukünftig noch bewohnt werden kann. Eine große Verantwortung dafür tragen die Menschen eben jener Generation, die in der Sporthalle der Langwedeler Schule auf ihre Abschlusszeugnisse warteten, merkte Bartels an.

Große Entlassfeier für 79 Oberschülerinnen und Oberschüler in Langwedel

Langwedel - „Habe ich euch eigentlich bei der Einschulung versprochen, dass ihr noch in eine neue Schule einziehen werdet?“, fragte Schulleiter Rolf Bartels. Heftiges Nicken im weiten Rund der Langwedeler Sporthalle. „Oh. Dafür entschuldige ich mich.“ Sofort schob der Rektor einen großen dicken Dank an den Schulträger, also den Flecken Langwedel, hinterher, dass der so eine wunderbare neue Schule bauen lässt. Nur wann die fertig wird, das sagte niemand am gestrigen Vormittag bei der Entlassfeier für den Jahrgang 2019 der Oberschule am Goldbach in Langwedel. Auch Bürgermeister Andreas Brandt nicht.

Dafür feierte Rolf Bartels lieber ausführlich die Vorzüge und die Stärken der jungen Leute, und zwar ausgesprochen launig und unterhaltsam. Im alten Oberschulgebäude verhält es sich so, dass die Räume der 10. Klassen hinter dem Verwaltungstrakt liegen. Dahin kommt man durch den Flur am Rektorenzimmer mit der meist offenen Tür und am Sekretariat vorbei. Oder aber über eine Treppe und den ersten Stock. Weil nun das ständige Gerenne von fast 100 Schülerinnen und Schüler die Bürobewohner nervt, wurde der Flur für Schüler zur Verbotszone erklärt. Half aber nichts. Also schließt man die Durchgangstür meistens ab.

„Berufsafari“ an der Oberschule am Goldbach

28 Betriebe waren es, die sich in Langwedel den Schülern vorstellten. Bei der hauseigenen Berufsinformationsmesse informierten sie über verschiedene Jobs. Die Praxis kam nicht zu kurz.

„Ey, ich will das auch mal ausprobieren“, rief eine Schülerin durch den Flur. Ihr Blick ging dabei zum Stand der Firma Hörakustik Schmitz. Um den hatte sich auch ohne die neugierige Neuntklässlerin der Oberschule am Goldbach in Langwedel eine Traube von jungen Menschen gebildet. Aber nicht nur dort konnten die Schüler einen Einblick in die Arbeitswelt gewinnen: An der Oberschule war mal wieder „Berufsafari“ angesagt, eine hauseigene Berufsorientierungsmesse. Insgesamt 28 Betriebe nutzten die Chance, um sich zu präsentieren. Mehr als bei der gleichen Veranstaltung vor drei Jahren.

„Wir sind froh, dass es passt“, sagte Kerstin Brüggemann erleichtert. Die Schulsozialarbeiterin übernahm die Organisation gemeinsam mit Matthias Vogel, Fachkonferenzleiter für Arbeit und Wirtschaft und zugleich Verantwortlicher für die Berufsorientierung an der Langwedeler Oberschule. Beide, meinte Brüggemann, hofften bei der Planung auf eine Ausrichtung der „Berufsafari“ in moderneren und verbesserten Räumlichkeiten – der Wunsch ließ sich allerdings nicht realisieren. Aufgrund baulicher Schwierigkeiten lässt eine Fertigstellung des Schulneubaus weiter auf sich warten. 

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