Schüler der Oberschule am Goldbach haben eine Informationstafel an ihrer Friedenshecke aufgestellt. Nach den Sommerferien soll ein Lehrpfad mit mehreren Tafeln zu heimischen Gehölzen entstehen.
Langwedel – Die Gestaltung der Friedenshecke an der Oberschule am Goldbach nimmt weiter Form an. Schülerinnen und Schüler des „Projekt Frieden“ haben jetzt die erste Informationstafel aufgestellt, die Besucherinnen und Besuchern die Idee und die Ziele des Projekts erläutert.
Zu erfahren ist nun vor Ort in Kurzform: Die Friedenshecke ist eines der Vorhaben des „Projekt Frieden“ und verbindet Umweltbildung, Friedensarbeit, Demokratiebildung und praktischen Naturschutz miteinander. Bereits in den vergangenen Monaten haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine Hecke aus heimischen Gehölzen angelegt. Sie soll Lebensraum für Insekten und Vögel schaffen und gleichzeitig als Lernort für die Langwedeler Schülerinnen und Schüler dienen.
Mit der nun aufgestellten Informationstafel wird das Projekt erstmals für alle sichtbar erklärt. Die Tafel informiert darüber, warum die Friedenshecke entstanden ist und welche Bedeutung sie für Natur, Klima und Gesellschaft hat.
Nach den Sommerferien soll das Projekt weiter ausgebaut werden. Geplant ist die Einrichtung eines Lehrpfades entlang der Hecke. Mehrere Informationstafeln werden dann entlang der Pflanzungen aufgestellt. Sie informieren über die verschiedenen heimischen Gehölze wie Holunder, Schlehe, Weißdorn, Haselnuss oder Kornelkirsche und erklären deren Bedeutung für die Insekten- und Vogelwelt. Die Schülerinnen und Schüler wollen so zeigen, welche Tiere von den Blüten, Früchten und Schutzräumen der Hecke profitieren und welchen Beitrag heimische Gehölze zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.
„So entsteht ein naturnaher Lernpfad, der insbesondere jüngeren Schülerinnen und Schülern die Zusammenhänge zwischen Pflanzen, Insekten, Vögeln und Artenschutz näherbringen soll. Gleichzeitig kann die Friedenshecke künftig als außerschulischer Lernort für den Biologieunterricht genutzt werden“, erklärt dazu Lehrer Derik Eicke.
Die Hecke selbst soll übrigens weiter wachsen. Für den Herbst planen die Schülerinnen und Schüler eine Erweiterung mit zusätzlichen heimischen Gehölzen. Dadurch sollen weitere Lebensräume für Tiere entstehen und der ökologische Wert der Anlage weiter erhöht werden.
Die Jugendlichen des „Projekt Frieden“ sehen in der Friedenshecke mehr als ein Umweltprojekt. Sie verstehen sie als sichtbares Zeichen dafür, dass Frieden, Demokratie, Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Natur zusammengehören. „Mit der Friedenshecke schaffen wir etwas, das dauerhaft bleibt. Sie hilft Tieren und Pflanzen und zeigt gleichzeitig, dass jede Generation Verantwortung für ihre Umwelt und für ein friedliches Zusammenleben übernehmen muss“, erklären die Schülerinnen und Schüler.
Betreut wird das Projekt von den Lehrkräften Julia Brandt und Derik Eicke. Beide loben das Engagement der Jugendlichen. „Planung, Umsetzung und Gestaltung haben sie weitgehend selbst übernommen“, betonen Brandt und Eicke.
Quelle: Verdener-Aller Zeitung vom 17.06.2026

