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Zehntklässler lernen Verkehrssicherheit mit Rollenspielen und Polizei
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An der Oberschule am Goldbach durchliefen alle Zehntklässler einen besonderen Projekttag. Angesichts von 58 junge Verkehrstoten 2024 allein in Niedersachsen ein wichtiges Thema.

An der Oberschule am Goldbach durchlaufen alle 10. Klassen einen besonderen Projekttag. Das Thema: Verkehrssicherheit. Organisiert wurde das Ganze von Schulsozialarbeiterin Kerstin Brüggemann in enger Kooperation mit dem Polizeibeamten Ole Fastenau. „Ziel des Tages ist es, die Schülerinnen und Schüler für die Risiken des Fahrens und Mitfahrens als Fahranfänger zu sensibilisieren – ein Thema, das angesichts der aktuellen Unfallzahlen von hoher Bedeutung ist. Allein im vergangenen Jahr kamen in Niedersachsen 58 junge Menschen zwischen 17 und 24 Jahren bei Verkehrsunfällen ums Leben“, heißt es in einer Stellungnahme des stellvertretenden Schulleiters Derick Eicke zu dem Projekt. „Diese alarmierende Zahl zeigt, wie notwendig frühzeitige Präventionsarbeit ist.“

Der Projekttag begann mit einem „theoretischen Impuls“ von Ole Fastenau, mit dem er den Jugendlichen authentisch und eindringlich die typischen Gefahren im Straßenverkehr näherbringen wollte. Der Polizeibeamte berichtete von Unfallursachen wie Ablenkung, überhöhter Geschwindigkeit und Gruppendruck und verdeutlichte anhand realer Einsätze, wie schnell Alltagssituationen lebensbedrohlich werden können.

Im zweiten Teil des Projektes wurden die Jugendlichen selbst aktiv. In Rollenspielen schlüpften sie in verschiedene Situationen – etwa die eines jungen Fahrers, eines übermütigen Freundes oder einer verunsicherten Beifahrerin – und spielten typische Gefahrensituationen nach. „In den anschließenden Gesprächen reflektierten sie ihre Beobachtungen und diskutierten, wie Risiken entstehen und wie man verantwortungsvoll handeln kann. Besonders deutlich wird dabei, dass auch Beifahrerinnen und Beifahrer eine wichtige Rolle für die Sicherheit im Fahrzeug spielen“, erklärt Derik Eicke.

Dass das Projekt so wirkungsvoll umgesetzt werden kann, sei wesentlich der Schulsozialarbeiterin der Oberschule am Goldbach zu verdanken. Sie plante den Ablauf, koordinierte die Kooperation mit der Polizei und begleitete alle Klassen mit pädagogischem Gespür und viel Erfahrung durch den Tag. „Mir ist wichtig, dass unsere Jugendlichen verstehen, wie schnell eine gefährliche Situation entstehen kann – und dass sie selbst Einfluss darauf haben, wie sicher eine Fahrt wird“, erklärt Kerstin Brüggemann. „Wenn sie aus diesem Projekttag das Selbstbewusstsein mitnehmen, Verantwortung zu übernehmen und im Zweifel auch einmal Nein zu sagen, haben wir viel erreicht.“

Ihr Engagement wird auch von der Schulleitung ausdrücklich hervorgehoben. Konrektor Derik Eicke betont: „Kerstin Brüggemann leistet mit diesem Projekt herausragende Präventionsarbeit. Sie schafft es, ein Thema von enormer Lebensrelevanz für unsere Jugendlichen greifbar zu machen. Die Kooperation mit der Polizei zeigt, wie gut Schule und externe Partner zusammenwirken können. Dieses Projekt ist ein Gewinn für die gesamte Schulgemeinschaft.“

Die Oberschule setze mit diesem Projekttag ein wichtiges Zeichen für die Verkehrssicherheit junger Menschen. Der Mix aus fachlichem Input, praktischen Übungen und persönlicher Reflexion überzeuge – und zeige, wie moderne Präventionsarbeit Schülerinnen und Schüler nachhaltig stärken kann. Auch und gerade in den Abschlussklassen.

Quelle: Verdener-Aller Zeitung vom 15.12.2025

https://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/zehntklaessler-lernen-verkehrssicherheit-mit-rollenspielen-und-polizei-94084342.html